Wir haben gefreestylt!

…oder heißt es freegestylt? „Fischer-Random“, „Schach960“ oder seit neuestem „Freestyle Chess“, viele Bezeichnungen für die Schachvariante, die ein gewisser Magnus Carlsen inzwischen fast noch lieber spielt als das normale Schach und die immer mehr Anhänger findet. Grund genug für uns, das Ganze auch mal in Winsen an der Luhe auszuprobieren.

Und so ermittelten gestern Abend fünf Spieler, darunter ein Gast, in einem Miniturnier „Jeder gegen Jeden“ mit jeweils 15 Minuten Bedenkzeit den ersten inoffiziellen Winsener Freestyle-Champion. Es wurde dies Roman Schaut (4 P.) vor dem Netzwart (3), Friedrich Pape (2), Roman Presler (1) und Sigi Brodkorb (0).

Viel wichtiger als das Ergebnis war aber der Spaß an der Sache, und da waren sich alle Teilnehmer einig, dass diese Schachvariante sehr viel davon bietet: So kann man ohne jedes eingepaukte Wissen über Eröffnungstheorie einfach drauflos spielen, und bereits ab dem 1.Zug ergeben sich garantiert Stellungsbilder, die man nie zuvor auf dem Brett hatte. Wie befreie ich Springer und Läufer in der Ecke? Wie stelle ich die Bauern auf? Automatisch 1.d4 oder 1.e4 ist hier meistens nicht ratsam…

Schade allerdings, dass nur fünf Spieler mal etwas Neues ausprobieren wollten. Testet „Schach960“ doch einmal im Internet aus (mit ausreichend Bedenkzeit!) und ihr werdet vermutlich überrascht feststellen, dass das Ganze euch tatsächlich mehr Spaß macht als erwartet (der Netzwart spricht hier aus eigener Erfahrung).

Eine Neuauflage des gestrigen Abends ist somit auf jeden Fall geplant – hoffentlich dann mit mehr Teilnehmern…