Am heutigen 8.Spieltag der BMM empfing die Erste in der BOL die Gäste von Post SV Uelzen III. Diese hatten bereits am vorigen Spieltag einen Protest gegen ihre Spielwertung eingelegt – wir hätten also eigentlich vorgewarnt sein müssen… Leider gelingt es mittlerweile nicht mal mehr in Heimspielen, die Mannschaft voll zu bekommen, diesmal ließen wir zur Schonung der Vereinskasse das siebte Brett frei – 0:1.
Kurios wurde es dann bald am sechsten Brett: Der Gegner von Henry schlug mit seinem Turm seinen eigenen (!) zweiten Turm auf der d-Linie, wunderte sich kurz, warum er plötzlich mit einem ganzen Turm zurücklag und wollte seinen Zug zurücknehmen. Der irritierte Henry wies auf „Berührt-geführt“ hin, und weil bei einem zwingenden Turmzug dieser sofort verloren gegangen wäre, streckte der Gegner Henry die Hand zur Aufgabe entgegen, während Kiebitz Sigi zeitgleich „Reklamier doch!“ einwarf – woraufhin diverse Uelzener Kiebitze mit einem „Der hat in die Partie eingegriffen!!“ nun ihrerseits dasselbe taten. Der Kriegsrat aus Mannschaftsführern und beiden Spielern tagte, beschlossen wurde, die Partie weiter zu spielen, Henry verzichtete dabei sogar auf die Berührt-Geführt-Regel, und gewann bald trotzdem mühelos – 1:1. Einen Protest wollen die Uelzener trotzdem einlegen, denn irgendwo müssen ihre benötigten Punkte für den Klassenerhalt ja offenbar herkommen, wenns am Brett bei weitem nicht reicht. Wir lernen daraus: Auch wenn Spieler ihre eigenen Figuren schlagen, als Kiebitz bitte trotzdem nicht lachen oder sonstige Reaktionen zeigen, könnte sonst ein Protestfall werden!
Schach gespielt wurde trotzdem weiter, und mit einem Sieg am zweiten Brett schoss uns Klaus in Führung – 2:1. Die interessante Partie von Jens-Uwe endete schiedlich-friedlich – 2,5:1,5. Der Netzwart verlor beim Versuch, die geschlossene Stellung irgendwie zu öffnen, einen ganzen Bauern, rettete sich aber schließlich in ein Dauerschach – 3:2. Jürgen schnürte seinen Gegner derart ein, dass dessen sämtliche Figuren zur Verteidigung auf der Grundreihe landeten. Nutzte ihm trotzdem nichts – Sieg zum 4:2. Damit hat Jürgen seinen Titel des Remiskönigs allerdings an Andreas verloren, der in dieser Saison weiter ungeschlagen bleibt – 4,5:2,5. Und selbst Hans-Jürgen verlor trotz Minusfigur seine Partie nicht und erreichte ebenfalls noch Remis durch Dauerschach – Endstand damit 5:3 „unter Protest“. Tabellenmäßig ist die Saison so oder so für uns gelaufen, nach oben oder unten ist nichts mehr drin und wir dürfen entspannt in den letzten Spieltag gegen Verden gehen.
Die Zweite spielte in der BKO ebenfalls zuhause gegen den SK Verden II und bekam ebenfalls die Mannschaft nicht voll – 0:1. Jörg unterlief ein Figureneinsteller – 0:2. Sigi hielt sich wie üblich nicht unnötig lange mit seiner Partie auf, er war ja schließlich auch noch als Kommentator gefragt – 0:3. Tymek spielte ebenfalls recht zügig und gewann einen Bauern nach dem anderen hinzu – 1:3. Von der Hektik ihrer männlichen Kollegen ließ sich Lisa keineswegs anstecken, spielte konzentriert und mit guter Zeiteinteilung wie immer und brauchte ihre Mehrfigur nach Hause – 2:3. Hartmut schließlich lag mit einigen Bauern zuviel im Rückstand, um die Partie noch retten zu können – Endstand 2:4. In der Tabelle der BKO rutschen wir damit etwas ab auf den 4.Platz.
Die Dritte hatte der Ersten und Zweiten heute wenigstens eins voraus, sie trat nämlich mit kompletter Mannschaft an. Es ging auswärts zum MTV Tostedt, einst ruhmreicher Oberligist mit zahlreichen Titelträgern, inzwischen aus Ruinen in der Kreisklasse wieder auferstanden. Es gab eine 1:3-Niederlage, einzig Friedrich gewann am Spitzenbrett. Die rote Laterne der KKW leuchtet damit leider weiterhin in Winsen an der Luhe.
