
Am heutigen frühlingshaften 7.Spieltag der BMM gibt es für unsere drei Mannschaften dennoch mehr Schatten als Licht zu vermelden.
Für die Erste hat sich immer noch kein Berichterstatter für die Mannschaftskämpfe gefunden, schad. Somit bleibt an dieser Stelle leider wieder nur die bloße Ergebnisverkündung: Gegen Abstiegskandidat MTV Eintracht Celle setzte es eine überraschende 3,5:4,5-Niederlage – und das, obwohl die Celler nur mit sieben Mann antraten und an jedem Brett wertungsmäßig -teils deutlich- unterlegen waren. Da Rotenburg allerdings im Verfolgerduell in Wohlde ebenfalls verlor, sind wir wundersamerweise immer noch Tabellenführer der BOL – in den letzten beiden Saisonspielen geht es aber nun ausgerechnet noch gegen den Dritten Wohlde (in zwei Wochen) und gegen den Zweiten Rotenburg (am letzten Spieltag – nächstes Endspiel?). Es bleibt also im Kampf um die Meisterschaft wieder spannend bis zuletzt…
Ein echter Coup gelang unterdessen der Zweiten in der Bezirksklasse Ost. Obwohl inzwischen 26 Spieler auf unserer Meldeliste stehen, handelte sich Mannschaftsführer Sigi eine Absage nach der anderen ein, sodass wir tatsächlich nur mit fünf Spielern im Auswärtsspiel bei Eintracht Munster II antreten konnten. Wie in der Zweiten üblich, wurden die Eröffnungen ganz großmeisterlike in Windeseile aufs Brett geschleudert. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass Großmeister in der Regel nicht schon Figuren in der Eröffnung einstellen…somit mussten nach wenigen Minuten Spielzeit Sigi und Tymek bereits eine Minusfigur verbuchen, während sich Jörg an einer Mehrfigur erfreuen durfte.
Doch was ist schon eine läppische Leichtfigur weniger, dachte sich Sigi, spielte unverdrossen und zügig weiter, und siehe da: Sein Gegner schenkte ihm dank ebenso zügigem Spiel nicht nur eine Figur im Mittelspiel zurück, sondern im Endspiel eine zweite noch hinterher: Nach nicht einmal zwei Stunden Ausgleich zum 1:1. Nur das Kunststück, am Ende der Partie mehr Zeit auf der Uhr stehen zu haben als am Anfang, verpasste Sigi diesmal knapp: Nach 60 Zügen standen „nur“ noch 1 Stunde 23 Minuten Restzeit auf der Uhr. Nicht soviel Glück hatte derweil Tymek, dessen Gegner seinen Vorteil sicher nach Hause brachte – 1:2.
Der Berichterstatter hatte inzwischen ebenfalls durch eine Unachtsamkeit seines etwas flott spielenden Gegners früh eine Mehrfigur gegen zwei Bauern gewonnen, erstickte jedes Gegenspiel erfolgreich im Keim und durfte somit nach dem 40.Zug seinen Sieg auf dem Partieformular eintragen – 2:2. Lisa sah sich in ihrer Partie an Brett 5 mit einem Minusbauern auch noch einem drohenden Angriff von Dame und Springer gegenüber, konterte aber erfolgreich und gab schließlich Dauerschach – sehr wertvolles Remis zum 2,5:2,5.
Als letzte Partie lief damit noch die von Jörg, der mit seiner frühen Mehrfigur nie mehr in Gefahr geriet und seinen immerhin 250 DWZ-Punkte schwereren Gegner im Gegenteil vor immer größere Probleme stellte, bis dieser im 35.Zug in hoffnungsloser Stellung die Zeit überschritt – damit war der vorher nicht für möglich gehaltene Mannschaftssieg tatsächlich perfekt! In der Tabelle festigten wir damit unseren 5.Platz.
Unsere Dritte zahlt dagegen weiter Lehrgeld: Bei Post-SV Uelzen V gab es eine 1:3-Niederlage und die rote Laterne der KKO leuchtet damit weiterhin in Winsen. Vom Kampf berichtet Friedrich wie folgt:
An Brett drei war Tristan wohl noch zu müde und verlor schnell sein Spiel. Kurz danach ging auch an Brett 4 das Spiel von Jan-Mika verloren. Dann musste auch Günter an Brett 3 die Hand zum glücklichen Sieger reichen. Mein Gegner und ich hatten beide lang rochiert. Nur mein Spiel war heute erfolgreicher. Nach anfänglichem defensiven Aufbau und langer Rochade auf beiden Seiten, konnte ich einen Bauern auf der g Linie erobern und Kontrolle über die h Linie behaupten.
Damit kam ein Angriff meines Gegners auf meinen König zu spät. Nach dem auch noch beide Springer meines Gegners verloren gingen war wenigstens ein Brettpunkt unser. Zu wenig für einen Mannschaftspunkt. Immerhin konnten wir das schöne Wetter noch etwas nutzen. Allerdings wäre es uns lieber gewesen, das Wetter mit einem oder zwei Mannschaftspunkten zu geniesen.