Vom letzten Spieltag unseres Jugendteams in der Landesklasse Nord berichtet Friedrich wie folgt:
Da wir heute nur ein Spiel hatten und durch die Umstellung auf die Sommerzeit eine Stunde Schlaf fehlte, kam allen Spielern der Vorschlag von Fronke Gerken recht, den Spielbeginn um eine Stunde auf 11:00 Uhr zu verschieben, obwohl wir ja nur eine kurze Anreise hatten. Gegen den Tabellenführer hatten wir uns mit Henry Sabourin Verstärkung an Brett 1 geholt, an Brett 2 Lars, Brett 3 Jan Mika und an Brett 4 Mateo Jerrit.
Dann gestern Abend ein Anruf von Henry. Sportverletzung beim Fußball und Ungewissheit, ob er spielen kann. Na gut, dann vielleicht ein Brett freilassen? Als wir dann heute Morgen in Lüneburg eintrafen, saß Henry schon trotz erheblichen Schmerzen am Brett und wartete auf den Startschuss.
In den Partien sah es lange Zeit ausgeglichen aus. Nach zwei Stunden kam dann Mateo freudestrahlend in den Betreueraum und berichtet, dass das er zwar verloren hatte, aber das es seine bisher längste Partie war. Gewinnen ist nicht alles um glücklich zu sein.
Henry hatte sich eine deutliche Gewinnstellung erspielt und dann durch eine kleinen Ungenauigkeit doch noch ein Remis annehmen müssen, da seine Gegnerin sich mit einem Dauerschach retten konnte. Aber letztlich war er froh, dass das Spiel zu Ende war, da die Schmerzen doch größer waren als gedacht.
Auch die Partien von Lars und Jan Mika sahen lange nach Remis aus. Hier machte sich aber die größere Erfahrung der Gegner bemerkbar, es wurde so lange hin und her geschoben, bis ein Fehler die Partie entschied. Damit doch ein deutlicher Sieg für SC Turm Lüneburg mit 3,5 : 0,5.
Immerhin haben wir damit mit 5 MP und 12 BP den 7. Platz von 10 in der Jugend Landesklasse Nord erspielt und uns gegenüber dem Vorjahr um einen Platz verbessert. Glückwunsch an alle Spieler!
Unsere jährliche Stadtmeisterschaft, die wir wieder als Schnellturnier austragen, startet am nächsten Donnerstag, den 27.3.25. Die weiteren Termine (insgesamt 4, alle in der ersten Jahreshälfte) findet ihr in der Terminübersicht. Dieses Turnier wird im Schweizer System gespielt. Es wird also jede Runde direkt vor Ort ausgelost. Jeden Abend werden zwei Partien gespielt mit jeweils 30 Minuten Bedenkzeit je Spieler. Es ist nicht erforderlich, dass ihr an jedem Termin teilnehmt. Allerdings erhöhen sich damit eure Gewinnchancen. Startgeld kostet das Turnier nicht (aber damit gibt es auch kein Preisgeld).
Weil es sich um ein offenes Turnier handelt, sind auch wieder alle Vereinslosen, Hobbyspieler und Spieler anderer Vereine zur Teilnahme berechtigt und herzlich dazu eingeladen.
Am heutigen 8. und vorletzten Spieltag der BMM gibt es für unsere drei Teams einen Sieg, ein Remis und eine Niederlage zu vermelden.
Die Erste verlor in der BOL bei der FG Wohlde mit 3,5:4,5 und fiel damit in der Tabelle auf den 3.Platz zurück. Einzig Roman und Tymek gewannen ihre Partien. Somit müssen wir am letzten Spieltag im April nicht nur selbst gegen Rotenburg gewinnen, sondern auch auf einen Punktverlust der Wohlder in Wesel hoffen, um uns doch noch den Meistertitel zu holen.
Die Zweite gewann in der BKO nach nicht einmal drei Stunden Spielzeit mit 4:2 gegen die FG Wohlde II und verbesserte sich damit auf Platz 4. Vom Kampf berichtet Mannschaftsführer Sigi wie folgt:
Die Zweite in Unterzahl und wieder erfolgreich. Zwei unserer Besten mußten wir zähneknirschend an die Erste abgeben. Hoffentlich mit Erfolg für die Erste. Mit etwas Verspätung starteten wir in den 8. Spieltag. Das spiel an Brett 4 mit dem Mannschaftsführer endete nach 23 Zügen und etwa 50 Minuten Remis in besserer Stellung für weiß. Ich traute mich nicht – 0,5 : 1,5. Viktor an Brett 3 spielte eine sehr gute Partie mit einem Mattangriff, den er erfolgreich zu ende spielte: 1,5 : 1,5. Jan Eric spiele ein solide Partie, ruhig und gelassen. Wie es seine art ist und brachte uns in Führung – 2,5 : 1,5.
Nun lag es an Jörg und Roman den Sieg über die Ziellinie zu bringen. Jörg einigte sich mit seinem Gegner in einer sehr remislichen Stellung auf Remis. 3,0 : 2,0 Unentschieden gesichert. Jetzt musste Roman den Mannschaftssieg über die Ziellinie bringen. Das gelang ihm mit einer soliden geführten Partie. Und sicherte uns so den Sieg. Endstand 4 : 2
Vom 2:2-Unentschieden der Dritten in der KKO beim SV Bad Bevensen IV berichtet Mannschaftsführer Friedrich wie folgt:
Jan Mika, Lars, Tristan und ich waren angereist. Günni war zum Anfeuern mitgekommen. An Brett 1 hatte ich leider nach der Eröffnung einen Bauern weniger. Alles lief gut, bis der Wirt kam und die Getränkebestellung aufnahm. Ich hatte vorher die weitere Zugfolge berechnet und dann durch die Ablenkung die Zugfolge im neunten Zug vertauscht. Großer Schreck und ein Bauer weniger! Grr.
Danach hatte mein Gegner aber etwas zu passiv gespielt und ich kam immer besser ins Spiel. Im 25 Zug hatte ich dann seinen Bauern auf a7 erobert, aber stand immer noch auf Verlust, da mein Turm auf der a Reihe zwar sicher, aber vollkommen passiv stand. Also weiter bohren und lavieren. Im 51 Zug ging dann der gegnerische Bauer auf h6 verloren. Dann setzte mein Gegner zum finalen Angriff an. Dabei hatte er aber seine Königsstellung weit geöffnet und nach dem Damentausch ging ein weiterer gegnerischer Bauer verloren. Nach meinem 59. Zug gab mein Gegner dann auf. Eine hoffnungslos schlechte passive Stellung und zwei Freibauern auf dem Damenflügel waren zu viel.
Zu dem Zeitpunkt waren die anderen Partien schon lange beendet. Jan Mika hatte leider schnell seine Dame gegen einen Turm tauschen müssen und danach auch bald aufgeben müssen. Tristan hatte dafür mit den schwarzen Steinen eine starke Partie auf dem Brett. Sein Gegner war komplett eingeschnürt und wurde immer weiter in die Defensive gedrängt. Lars hatte auch eine starke Partie und ein Remis schien sicher. Dann lief er aber in eine Springergabel und ein Turm und die Partie waren verloren.
Leider reicht das Mannschaftsremis nicht um das Tabellenende zu verlassen. Aber Runde 9 steht ja noch aus. Auf gehts!
Noch anderthalb Minuten bis zum Mannschaftssieg durch Matchwinner Jörg – die Kiebitze Sigi und Lisa freuen sich schon
Am heutigen frühlingshaften 7.Spieltag der BMM gibt es für unsere drei Mannschaften dennoch mehr Schatten als Licht zu vermelden.
Für die Erste hat sich immer noch kein Berichterstatter für die Mannschaftskämpfe gefunden, schad. Somit bleibt an dieser Stelle leider wieder nur die bloße Ergebnisverkündung: Gegen Abstiegskandidat MTV Eintracht Celle setzte es eine überraschende 3,5:4,5-Niederlage – und das, obwohl die Celler nur mit sieben Mann antraten und an jedem Brett wertungsmäßig -teils deutlich- unterlegen waren. Da Rotenburg allerdings im Verfolgerduell in Wohlde ebenfalls verlor, sind wir wundersamerweise immer noch Tabellenführer der BOL – in den letzten beiden Saisonspielen geht es aber nun ausgerechnet noch gegen den Dritten Wohlde (in zwei Wochen) und gegen den Zweiten Rotenburg (am letzten Spieltag – nächstes Endspiel?). Es bleibt also im Kampf um die Meisterschaft wieder spannend bis zuletzt…
Ein echter Coup gelang unterdessen der Zweiten in der Bezirksklasse Ost. Obwohl inzwischen 26 Spieler auf unserer Meldeliste stehen, handelte sich Mannschaftsführer Sigi eine Absage nach der anderen ein, sodass wir tatsächlich nur mit fünf Spielern im Auswärtsspiel bei Eintracht Munster II antreten konnten. Wie in der Zweiten üblich, wurden die Eröffnungen ganz großmeisterlike in Windeseile aufs Brett geschleudert. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass Großmeister in der Regel nicht schon Figuren in der Eröffnung einstellen…somit mussten nach wenigen Minuten Spielzeit Sigi und Tymek bereits eine Minusfigur verbuchen, während sich Jörg an einer Mehrfigur erfreuen durfte.
Doch was ist schon eine läppische Leichtfigur weniger, dachte sich Sigi, spielte unverdrossen und zügig weiter, und siehe da: Sein Gegner schenkte ihm dank ebenso zügigem Spiel nicht nur eine Figur im Mittelspiel zurück, sondern im Endspiel eine zweite noch hinterher: Nach nicht einmal zwei Stunden Ausgleich zum 1:1. Nur das Kunststück, am Ende der Partie mehr Zeit auf der Uhr stehen zu haben als am Anfang, verpasste Sigi diesmal knapp: Nach 60 Zügen standen „nur“ noch 1 Stunde 23 Minuten Restzeit auf der Uhr. Nicht soviel Glück hatte derweil Tymek, dessen Gegner seinen Vorteil sicher nach Hause brachte – 1:2.
Der Berichterstatter hatte inzwischen ebenfalls durch eine Unachtsamkeit seines etwas flott spielenden Gegners früh eine Mehrfigur gegen zwei Bauern gewonnen, erstickte jedes Gegenspiel erfolgreich im Keim und durfte somit nach dem 40.Zug seinen Sieg auf dem Partieformular eintragen – 2:2. Lisa sah sich in ihrer Partie an Brett 5 mit einem Minusbauern auch noch einem drohenden Angriff von Dame und Springer gegenüber, konterte aber erfolgreich und gab schließlich Dauerschach – sehr wertvolles Remis zum 2,5:2,5.
Als letzte Partie lief damit noch die von Jörg, der mit seiner frühen Mehrfigur nie mehr in Gefahr geriet und seinen immerhin 250 DWZ-Punkte schwereren Gegner im Gegenteil vor immer größere Probleme stellte, bis dieser im 35.Zug in hoffnungsloser Stellung die Zeit überschritt – damit war der vorher nicht für möglich gehaltene Mannschaftssieg tatsächlich perfekt! In der Tabelle festigten wir damit unseren 5.Platz.
Unsere Dritte zahlt dagegen weiter Lehrgeld: Bei Post-SV Uelzen V gab es eine 1:3-Niederlage und die rote Laterne der KKO leuchtet damit weiterhin in Winsen. Vom Kampf berichtet Friedrich wie folgt:
An Brett drei war Tristan wohl noch zu müde und verlor schnell sein Spiel. Kurz danach ging auch an Brett 4 das Spiel von Jan-Mika verloren. Dann musste auch Günter an Brett 3 die Hand zum glücklichen Sieger reichen. Mein Gegner und ich hatten beide lang rochiert. Nur mein Spiel war heute erfolgreicher. Nach anfänglichem defensiven Aufbau und langer Rochade auf beiden Seiten, konnte ich einen Bauern auf der g Linie erobern und Kontrolle über die h Linie behaupten.
Damit kam ein Angriff meines Gegners auf meinen König zu spät. Nach dem auch noch beide Springer meines Gegners verloren gingen war wenigstens ein Brettpunkt unser. Zu wenig für einen Mannschaftspunkt. Immerhin konnten wir das schöne Wetter noch etwas nutzen. Allerdings wäre es uns lieber gewesen, das Wetter mit einem oder zwei Mannschaftspunkten zu geniesen.
Was lange währt wird endlich gut: Rechtzeitig vor dem Start des diesjährigen Turniers ist unsere Vereinsmeisterschaft 2024 nun beendet! Unser neuer Vereinsmeister heißt Roman Schaut, der damit sein starkes Schachjahr krönte und dem als einzigen Spieler das Kunststück gelang, bei allen vier Vereinsturnieren des letzten Jahres in den Medaillenrängen zu landen (Rapid-M:1., Blitz-M:2., Stadt-M:3.)!
Weil Roman nach dem Abschluss des Meisterturniers punktgleich mit dem Titelverteidiger Fabian Wienhold an der Spitze lag, musste gem. unserer Turnierordnung ein Stichkampf mittels Rapidpartien über den Meistertitel entscheiden. Hier hatte Fabian knapp das Nachsehen und verpasste damit nach seinen Siegen 2022 und 2023 den Titel-Hattrick nur denkbar knapp.
Als Dritter des Meisterturniers kam Andreas Graetsch ins Ziel, der mit einem Sieg in seiner letzten Turnierpartie ebenfalls noch den Stichkampf hätte erreichen können, sich gegen Jürgen Holdorf aber mit einem Remis zufrieden geben musste.
Ähnlich spannend verlief auch das Hauptturnier, in dem vor den letzten beiden Nachholspielen noch drei Spieler Chancen auf den Turniersieg und damit den Aufstieg in die Meistergruppe hatten. Diesen sicherte sich schließlich Henry Sabourin mit seinem Sieg gegen Henry Henschel, während sich Julian Zeyn mit seinem Sieg über Hartmut Steinke noch an diesem vorbei auf den 2.Platz hievte. Dritter des Hauptturniers wurde Jörg Meyerhoff.
An diesem Donnerstag beginnt nun bereits die neue Vereins-Meisterschaft – anmelden nicht vergessen…!