Schaut Rapidmeister, Richter Blitzmeister!

Besser spät als nie gilt es noch zwei Endergebnisse unserer Meisterschaften 2024 zu vermelden:

Unsere Turnierserie im „schnellen Schnellschach“ gewann Roman Schaut. Von den vier Turnieren gewann er zwei und verlor in 15 Partien nur einmal. Titelverteidiger Joshua Skobjin musste sich diesmal ohne Einzelturniersieg mit dem 2.Platz der Gesamtserie begnügen. Als Dritter der Gesamtwertung kam Julian Zeyn aufs Siegertreppchen. Die Plätze 5 / 3 / 3 / 6 reichten dafür aus. Als Vierter das Nachsehen hatte Achim Reimers, dem auch der überraschende Turniersieg im November nichts mehr nutzte.

Blitzmeister 2024 wurde -zum sechsten Mal in Folge und zum elften Mal insgesamt- Stephan Richter. So knapp wie diesmal war der Sieg allerdings noch nie: Das ganze Jahr über lieferte sich der Serienmeister ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Roman Schaut, lag sogar meist im Hintertreffen, konnte mit dem Turniersieg im Dezember aber tatsächlich in letzter Minute noch im Fotofinish den Gesamtsieg mit 434:432 Wertungspunkten an sich reißen. Mit gebührendem Abstand dahinter wurde Achim Reimers Dritter. Unbedingt erwähnenswert auch der 4.Platz von Henry Sabourin, den er gleich in seinem ersten Jahr als Vereinsmitglied und mit nur drei Turnierteilnahmen (davon ein Sieg!) erzielte. Da ist in diesem Jahr sicherlich noch mehr drin…

Glückwunsch den beiden Meistern und allen Platzierten. Die detaillierten Turniergebnisse und die Schlusstabellen findet ihr wie immer im Archiv.

Zweimal 2:2 in der Jugendliga

Unsere Jugend hatte mal wieder ein volles Programm in Doppelrunde 3 der Landesklasse Nord. Pünktlich um 10:00 Uhr spielten im Egon’s SC Turm Lüneburg gegen SC 81 Schneverdingen und SV Winsen gegen Läuferpaar Verden. Lüneburg hatte gegen Schneverdingen keine Chance, obwohl der Gegner nur zu dritt angetreten war verlor 1:3.

Wir hatten gegen Läuferpaar Verden mehr zu bieten. Leider hatte Lars an Brett 2 ein Schachgebot mit Springerverlust übersehen und so ging die erste Partie verloren. Kann passieren. Dann bot der Gegner von Matteo an Brett 4 Remis an, welches Matteo auch annahm. Mit einer Figur weniger, eine weise Entscheidung! Tristan an Brett 1 hatte heute einen gleichwertigen Gegner und so endete auch dort die Partie remis. Damit kam alles auf Jan-Mika an Brett 3 an. Obwohl er die ganze Woche erkältet war, spielte er eine sehr saubere Partie und nach fast zwei Stunden gab sein Gegner auf. Damit hatte wir etwas glücklich ein Mannschaftsremis erreicht.

Um 12:30 Uhr startete Teil 2 der Doppelrunde. Es spielten SC Läuferpaar Verden gegen SC Turm Lüneburg und SC 81 Schneverdingen gegen SV Winsen. Dieses mal hatte Turm Lüneburg den bessern Lauf oder war es die Kondition? Schon nach einer Stunde stand es 0:4 für Turm Lüneburg.

Da ich aus den Ergebnissen der vorherigen Runden schon gewarnt war und die Stärke von Schneverdingen kannte, traten wir diese Runde teilweise mit frischen Kräften in der Aufstellung. Tristan, Lars, Jan-Eric und Marvin an. Da Lars an Brett 2 kampflos einen Punkt holte, waren die Chancen auf einen Mannschaftspunkt gestiegen. An Brett 1 hatte Tristan das schwerste Los gezogen. Sein Gegner hatte 1788 DWZ Punkte! Da war es nicht verwunderlich, dass er nach zähem Kampf aufgeben musste. Dann ging auch die Partie von Marvin verloren und unser kampflos Bonus war dahin. Der Gegner hatte zunächst die direkte Chance auf Figurengewinn übersehen, aber da Marvin die Drohung ebenso übersehen hatte und der Gegner einen Zug später den richtigen Zug gefunden hatte, war der Springer nicht mehr zu retten. Wenn nicht läuft… Schade. Dafür hatte Jan-Eric dann in ausgeglichener Stellung ebenso die richtigen Zug gefunden und konnte seinen Gegner matt setzen. Somit war das zweite Mannschaftsremis erreicht und wir sind in der Tabelle jetzt mit Platz 6 im Mittelfeld angekommen!

Glückwunsch an die Mannschaft!
Friedrich

Wir haben gefreestylt!

…oder heißt es freegestylt? „Fischer-Random“, „Schach960“ oder seit neuestem „Freestyle Chess“, viele Bezeichnungen für die Schachvariante, die ein gewisser Magnus Carlsen inzwischen fast noch lieber spielt als das normale Schach und die immer mehr Anhänger findet. Grund genug für uns, das Ganze auch mal in Winsen an der Luhe auszuprobieren.

Und so ermittelten gestern Abend fünf Spieler, darunter ein Gast, in einem Miniturnier „Jeder gegen Jeden“ mit jeweils 15 Minuten Bedenkzeit den ersten inoffiziellen Winsener Freestyle-Champion. Es wurde dies Roman Schaut (4 P.) vor dem Netzwart (3), Friedrich Pape (2), Roman Presler (1) und Sigi Brodkorb (0).

Viel wichtiger als das Ergebnis war aber der Spaß an der Sache, und da waren sich alle Teilnehmer einig, dass diese Schachvariante sehr viel davon bietet: So kann man ohne jedes eingepaukte Wissen über Eröffnungstheorie einfach drauflos spielen, und bereits ab dem 1.Zug ergeben sich garantiert Stellungsbilder, die man nie zuvor auf dem Brett hatte. Wie befreie ich Springer und Läufer in der Ecke? Wie stelle ich die Bauern auf? Automatisch 1.d4 oder 1.e4 ist hier meistens nicht ratsam…

Schade allerdings, dass nur fünf Spieler mal etwas Neues ausprobieren wollten. Testet „Schach960“ doch einmal im Internet aus (mit ausreichend Bedenkzeit!) und ihr werdet vermutlich überrascht feststellen, dass das Ganze euch tatsächlich mehr Spaß macht als erwartet (der Netzwart spricht hier aus eigener Erfahrung).

Eine Neuauflage des gestrigen Abends ist somit auf jeden Fall geplant – hoffentlich dann mit mehr Teilnehmern…

Am Donnerstag 16.1.: Chess960!

Liebe Schachfreunde,

da am Donnerstag nur zwei Nachholpartien der Vereinsmeisterschaft 2024 stattfinden, hier eine Angebot, damit die trübe Winterzeit schneller vergeht.
Wir spielen parallel zu den Nachholpartien Schach960, Bedenkzeit und Rundenzahl, werden kurzfristig entschieden, wenn die Teilnehmerzahl feststeht.

— 
Herzliche Grüße
Friedrich

Zwei Siege in der BMM!

Guter Jahresauftakt für unsere Mannschaften in der BMM: Die Erste gewann gegen Eintracht Munster mit 5:3 und behauptete die Tabellenführung in der BOL.

Und auch die Dritte gewann ihr Spiel in der KKO bei MTV Eintracht Celle III. Hierzu ein Spielbericht von Friedrich, vielen Dank dafür:

Nachdem ich gestern noch den ganzen Tag krank im Bett verbracht habe, ging es mir heute Morgen schon viel besser. Da ich Fahrer war, hätten wir das Spiel ansonsten auch kampflos abgeben müssen. Somit sind Tristan, Günter und Marco und ich nach Celle gefahren.

An den Brettern sah es wie folgt aus: Günter hatte an Brett 3 als erster einen Punkt geholt. Da ging meine Partie noch auf und ab. Vermutlich war ich doch noch nicht so fit. Etwas überzogen musste ich einen Bauern geben und hatte Mühe das Matt abzuwehren. Dann patzte mein Gegner und ich konnte den Bauern zurück gewinnen. Jetzt hatte ich auf einmal die bessere Stellung und nach ein paar weiteren Zügen, standen zwei Freibauern auf der 6. bzw. 5 Reihe, die nicht mehr aufzuhalten waren.

Zwei Punkte und damit schon einmal Mannschaftsremis. Marco hatte sich Vorteil um Vorteil erspielt. Der Lohn – drei Mehrbauern. Leider wurde dann aber im Endspiel ein Matt übersehen. Schade für die ansonsten super gespielte Partie – kann passieren.

So musste die letzte Partie von Tristan an Brett 2 die Entscheidung bringen. Tristan hatte sich ebenso einen Mehrbauern erspielt und mit Springer gegen schwarzfeldrigen Läufer war das Remis nahe, da seine Bauern verbunden und auf weißen Feldern standen.

In Zeitnot stellte sein Gegner seinen König dann noch ins Abseits, sodass sein letzter Bauer auch noch verloren ging und er aufgab. Eine lange Fahrt und schöner Tag.