BMM 5.Runde: Rotenburger Beratungspartie

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Immer noch nur 6,5% Abstiegswahrschein- lichkeit?! Das Ligaorakel glaubt weiterhin, dass Lüneburg in der Verbandsliga bleibt…

Für unsere Mannschaften brachte der fünfte Spieltag der BMM ein gemischtes Ergebnis. Die Erste bringt diese Saison ihre PS leider nicht so richtig auf die Straße: Trotz komfortablen 83 DWZ-Punkten mehr im Schnitt pro Brett setzte es im Auswärtsspiel beim SC Sottrum eine überraschende 3,5:4,5-Niederlage gegen den Vorletzten. Andreas G. und Peter gewannen als einzige ihre Partien, Jürgen, Hans-Jürgen und Marvin spielten Remis. Mit nun 4:6 Mannschaftspunkten krebsen wir weiter durch die untere Tabellenhälfte und müssen um den Klassenerhalt zittern, wer hätte das vor der Saison erwartet? Übrigens: Nach DWZ-Schnitt der eingesetzten Spieler waren wir nominell an diesem Spieltag sogar wieder mal das stärkste von allen zehn BOL-Teams…

Strong, hilti und full of energy präsentierte sich dagegen heute die Zweite und holte mit einem 3,5:2,5 gegen Rotenburg II nicht nur den ersten Sieg, sondern kurioserweise auch jetzt erst die allerersten Brettpunkte der Saison: Das gab es zu so einem späten Zeitpunkt wohl auch noch nie. Zur Ehrenrettung ist jedoch anzufügen, dass wir an den ersten vier Spieltagen zweimal spielfrei waren und einmal kampflos absagen mussten…hier ist der überaus unterhaltsame Spielbericht von Mannschaftskäptn Sigi, vielen Dank dafür 🙂

Alle Bretter besetzt. Es konnte also losgehen. An Brett 1 sollte es noch zu Turbulenzen kommen. Dazu komme ich später.

Ich fange hinten an, das heißt an Brett 6. Dort traf ich auf einen etwa 12 jährigen Jungen. Es war Vorsicht angesagt. Er spielte, was ich schon bei einigen seiner Altersgruppe bemerkt habe, so, als wäre ich gar nicht da. Blick rechts, links und nach oben, dann wieder kurz aufs Brett. Dann kam der Zug. So ging es Zug um Zug. Drohung hier, Drohung da. Bis wir an einen Punkt gelangten wo sich mir die Möglichkeit eröffnete Familienschach zu geben und es kam dazu. So ging die Partie zu meinen Gunsten zu Ende.

An Brett 5 spielte Andreas H. und es entwickelte sich ein munteres Spiel mit Vorteilen mal für Schwarz mal für Weiß, bis man sich auf Remis einigte. Ebenso erging es Henry an Brett 4, Remis. An Brett 3 spielte Friedrich ebenfalls Remis. Im Anschluss sagte er zu mir: Du, Sigi, ich glaub ich war noch im Halbschlaf!

Albert spielte an Brett 2, wie immer sehr besonnen und kam auch in Vorteil. Doch diesen Vorteil konnte er nicht in einen Sieg ummünzen, sondern musste sich einem schwarzen Freibauern mit Unterstützung der schwarzen Dame und eines Turmes letztendlich beugen.

Nun, wie bereits angekündigt, zu Brett 1. Hier spielte Tymek solides und technisch gutes Schach. Er drängte sein Gegenüber immer mehr in die Defensive. Das sah ein Mitspieler und sagte etwas auf russisch zu ihm. Tymek meldete sich gleich lautstark zu Wort und protestierte: Der hat etwas auf russisch zu meinem Gegner gesagt. Daraufhin bin ich hin und fragte, um was es hier geht. Tymeks Gegenspieler versuchte sich heraus zu reden, doch es half nicht, da Albert daneben saß und klärte das ganze auf, denn der Mitspieler gab seinem Mannschaftskollegen den Hinweis, König auf h1, da Albert des Russischen mächtig ist, war die Sache geklärt und der Punkt ging auf diese unrühmliche Art und Weise an uns.

So endete der Mannschaftskampf 3,5 : 2,5 für uns. – Herzlichst euer Sigi

Andreas Graetsch gewinnt Winterschach 2019

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Turnierleiter Zeyn (li.) gratuliert Turniersieger Graetsch (re.) im extra festlich geschmückten Spiellokal. Ähnlichkeiten mit einem früheren, schon mehrfach bei vergleichbarem Anlass verwendeten Archivfoto sind natürlich rein zufällig

Einen neuen und zwei lange nicht gesehene Mitspieler durften wir zum diesjährigen Winterschachturnier begrüßen. Dagegen konnte sich leider trotz der auf zwei Turniertage verkürzten Dauer wieder kein einziger Spieler der umliegenden Vereine zu einer Teilnahme entschließen, schade eigentlich.

Knapper Gewinner des spannenden Turniers (vor der letzten Runde hatten noch vier Spieler Chancen auf den Turniersieg!) wurde durch „Zielfotoentscheid“, nämlich erst nach Anwendung der dritten Feinwertung, schließlich Andreas Graetsch (7/9): Den hierfür entscheidenden direkten Vergleich hatte er gegen Jürgen Jordan (7/9) gewonnen. Fast genauso eng war das Rennen um Platz 3, den sich hauchdünn Stephan Richter (6,5/9) nur dank der besseren Buchholzsumme sicherte. Für Hans-Jürgen Mencke (6,5/9) blieb -trotz eines sehr starken zweiten Turniertages inklusive Siegen über die beiden Erstplatzierten- nur der undankbare vierte Platz.

Darüber hinaus wurden wieder zahlreiche Ratingpreise verteilt: Sieger der Ratinggruppe C/D wurde Julian Zeyn (5/9) vor Marvin Woelk (4,5/9) und Felix Reichel (4,5/9). Die Preise der Gruppe E/F gingen an Hartmut Steinke (4/9), Günter Thiede (3/9) und Thomas Höhner (1/9). Den Endstand des Turniers findet ihr hier.

Dähnepokal & Ausschreibungen

Am Sonnabend fand das Viertelfinale des Dähnepokals statt, in dem auch zwei Winsener noch vertreten waren: Andreas Graetsch verlor leider seine Partie gegen Ralf Schöngart (BUX), dagegen gewann Stephan Richter gegen Peter Rußi (BUX) und trifft nun im Halbfinale auf den Stader Dirk Hilck. Die Vereinskollegen drücken dafür natürlich die Daumen!

Und für alle Frühaufsteher sind hier schon die Ausschreibungen für die Stadt-M und auch bereits für Lisas Open. Der Marstall ist für den 4.+5.5.2019 gebucht, der Termin steht also fest:
Ausschreibung Stadtmeisterschaft 2019 (PDF)
Ausschreibung Lisas Open 2019 (PDF)

Winterschach am 10.+17.1.2019

Unser jährliches Winterschachturnier findet diesmal am 10.+17.1.2019 statt. Weil es sich um ein offenes Turnier handelt, sind auch alle vereinslosen Hobby- und Gelegenheitsspieler sowie Spieler der umliegenden Vereine herzlich zur Teilnahme eingeladen, hier findet ihr die Ausschreibung mit allen Informationen als PDF: Ausschreibung Winsener Winterschachturnier

Die spezielle Winsener Besonderheit des Turniers ist die Bedenkzeit-Regelung: Die gesamte Bedenkzeit pro Partie beträgt jeweils 30 Minuten. Die Verteilung dieser 30 Minuten auf die beiden Spieler richtet sich nach deren Spielstärke und funktioniert wie folgt:

Die Gruppeneinteilung erfolgt nach DWZ. Spieler mit DWZ>1900 spielen in Gruppe A, mit DWZ 1700-1899 in Gruppe B, mit DWZ 1500-1699 in Gruppe C, mit DWZ 1300-1499 in Gruppe D, mit DWZ 1000-1299 in Gruppe E, ohne DWZ oder mit DWZ<1000 in Gruppe F.

Schwarz: A Schwarz: B Schwarz: C Schwarz: D Schwarz: E Schwarz: F
Weiß: A 15 – 15 14 – 16 13 – 17 12 – 18 11 – 19 10 – 20
Weiß: B 16 – 14 15 – 15 14 – 16 13 – 17 12 – 18 11 – 19
Weiß: C 17 – 13 16 – 14 15 – 15 14 – 16 13 – 17 12 – 18
Weiß: D 18 – 12 17 – 13 16 – 14 15 – 15 14 – 16 13 – 17
Weiß: E 19 – 11 18 – 12 17 – 13 16 – 14 15 – 15 14 – 16
Weiß: F 20 – 10 19 – 11 18 – 12 17 – 13 16 – 14 15 – 15

Anmeldungen wie immer bei Turnierleiter Julian oder am ersten Turnierabend. Über eine zahlreiche Teilnahme freuen wir uns!

Weihnachtsgrüße

Liebe Schachfreunde,

wieder ist ein teils ruhiges  -, teils turbulentes Jahr fast vorüber und wahrscheinlich nicht nur ich frage sich, wo ist die Zeit geblieben?

Da fällt mir ein, dass es Zeit wird euch die Einladung zur Jahreshauptversammlung am 24.01.2019 zu senden. Ihr findet diese in euren E-Mail-Postfächern. Überhaupt die Zeit. Beim Blitzschach ist sie regelmäßig zu kurz und wenn man in einer Partie schlechter steht ist die Zeit des Gegners immer zu lang.  Einstein meinte sie sei relativ.

Zum Thema Zeit gab es dann ja auch Mitte des Jahres eine EU-Umfrage. Sommerzeit, Winterzeit, Zeitumstellung Ja, Nein und wenn Nein, was soll es dann dauerhaft sein? Sommer- oder Winterzeit?

„80 Prozent der Teilnehmer wollen Zeitumstellung abschaffen“ titelte z.B. die Süddeutsche Zeitung am 29. August. Gut das weiter unten im Artikel auch noch erwähnt wurde, dass ca. 4,3 Mill. EU-Bürger abgestimmt hatten und davon ca. 3 Mill. aus  Deutschland.

Bei 512,6 Mio. Einwohnern in der gesamten EU  sind das nicht mal 1% der Gesamtbevölkerung und bei 82 Mill. Bundesbürgern sind 3 Mill auch mal gerade 3,7% der  deutschen Bevölkerung. Die anderen hatten wohl  keine Zeit für die Umfrage, oder  es war ihnen nicht so wichtig?

Vermutlich stört sich ein großer Teil der Zeitumstellungsgegner auch nicht an der Zeitumstellung von der  Sommer- auf die Winterzeit – da gibt’s ja eine Stunde mehr Schlaf, sondern mehr an der Umstellung Winter- Sommerzeit. Ich frage mich nur, warum dann gleichzeitig so viele Menschen freiwillig  in weit entfernte Länder reisen und dabei  klaglos Zeitumstellungen von 5, 6 oder mehr Stunden in Kauf nehmen?

Nun will die EU-Kommission „schnell“ entscheiden.  Mal sehen, wann es an der Zeit ist.
Es  ist schon interessant wie 1 Stunde die Gemüter erhitzen kann. Und dass bei  8760 Stunden im Jahr bzw. 8784 Stunden bei einem Schaltjahr.

So, nun wird es aber Zeit euch allen eine frohe Weihnachtszeit  und einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen.

Viele Grüße aus Ashausen
Friedrich Pape