Ungewöhnliche Konstellation am heutigen verschneiten 3.Spieltag der BMM: Unsere beiden Mannschaften mussten gegen denselben Verein antreten! Während die Erste zuhause die erste Mannschaft des SV Wesel empfing, ging es für die Zweite zum Auswärtsspiel in die Lüneburger Heide zur Zweiten der Weseler. Beide Mannschaften wurden dabei ihrer Favoritenrolle gerecht: Die Erste gewann deutlich mit 6,5:1,5. Volle Punkte holten Klaus, Fabian, Andreas, Roman und Hans-Jürgen, jeweils einen halben Punkt steuerten Jens-Uwe, Jürgen und Joshua zum klaren Mannschaftssieg bei. Damit hat die Erste in der BOL die Tabellenführung übernommen!
Und auch die Zweite war erfolgreich! Friedrich berichtet vom Spielverlauf wie folgt: Tristan an Brett 6 hat mal wieder eine Schnellschachpartie hingelegt und holte den ersten Punkt für uns. Ich hatte meine Partie dann leider mal wieder etwas überzogen und bekam für eine Leichtfigur nur zwei Bauern wieder. Das reichte leider nicht.
Kurz darauf lief Jörg dann, in zumindest ausgeglichener Stellung, in ein Abzugsschach mit Verlust einer Leichtfigur. Dafür konnte dann aber Adrian wieder ausgleichen und Heinz, mit einem Turm mehr auf dem Brett, hatte auch keine Mühe sein Spiel zu gewinnen. Adrian und Viktor setzten den Deckel drauf und so konnten wir letztlich mit 4:2 Brettpunkten und zwei Mannschaftspunkten unsere Heimreise antreten.
Die Zweite verbessert sich damit auf den 2.Tabellenplatz. Weiter geht es in der BMM nun erst im neuen Jahr, nämlich Mitte Januar.
Zeitenwenden überall, auf eine Konstante kann man sich jedoch verlassen: Die Blitzmeisterschaft des Schachvereins Winsen an der Luhe gewinnt Stephan Richter! War so, ist so, bleibt auf ewig so und gilt folglich auch für das Jahr 2023. Besonders schwer gemacht wurde es ihm in diesem Jahr aber nicht: Sein schärfster Konkurrent des Vorjahres Andreas Graetsch trat nur zu zwei von sechs Turnieren an, die übrigen Verfolger nahmen sich gegenseitig die Punkte weg und so konnte sich der alte und neue Meister ob seines großen Vorsprungs sogar den Luxus erlauben, das letzte Turnier des Jahres zu schwänzen. In diesem wurden gestern noch die weiteren Plätze auf dem Siegertreppchen der Gesamtwertung ausgespielt, die letztlich an Roman Schaut und Achim Reimers gingen, Joshua Skobjin hatte als 4. knapp das Nachsehen.
Erfreulich: Insgesamt nahmen dieses Jahr 18 verschiedene Spieler an den sechs Turnieren teil, darunter einige Gastspieler. Weniger erfreulich, dass es meist bei einmaligen Gastauftritten verblieb. Ebenfalls schade ist die eher mäßige Beteiligung von Spielern der zweiten Mannschaft an den Schnell- und Blitzturnieren.
Die Ergebnisse des letzten Turniers findet ihr bereits auf der Turnierseite, die aktuelle Gesamtwertung mit BWZ folgt dann nächste Woche.
Nach dem Spiel wird gleich analysiert. Von links: Fabian, Lars, Henry, Jan Mika
Ein Bericht von Friedrich zum heutigen Mannschaftskampf unseres Jugendteams:
Heute sind wir nach Bad Bevensen zur 4. und 5. Runde der Jugendlandesklasse Nord gereist. Wir konnten leider nicht alle Bretter besetzen, da nach und nach Absagen unserer Stammspieler kamen. Corona und Erkältung lassen grüßen. Dafür waren dann aber mit Fabian und mir genügend Trainer dabei. Zum Spielbeginn waren mit Lars, Jan Mika und Henry wenigstens 3 Bretter besetzt.
InRunde 4 mussten wir gegen Bad Bevensen I antreten. Für Henry war es seine erste Langzeitpartie. Partieformular ausfüllen, Uhr und Brett im Auge behalten, waren dann aber doch etwas ungewohnt und so ging die Partie nach 30 Minuten verloren. Jan Mika hatte kurze Zeit später in ausgeglichener Stellung ein Remis Angebot angenommen. Immerhin ein halber Brettpunkt.
Bei Lars war deutlich zu sehen, dass er schon ein paar Langpartien gespielt hat. Mit Figurengewinn ging es ins Endspiel und die erste Zeitkontrolle war durchlaufen. Gerade als sein Gegner meinte eine Leichtfigur zurück zu gewinnen, kann der Einschlag. Grundreihenmatt geht vor! Gut gesehen und Glückwunsch. 1,5 Brettpunkte aus drei Partien ist für uns sehr gut.
Nach kurzer Rückfrage von Friedjof Harms (Mannschaftsführer Bad Bevensen) , ob gleich die nächste Runde starten könne, ging es mit Runde 5 gegen die zweite Mannschaft von Bad Bevensen weiter. Vielleicht hätten wir für Lars doch eine viertel Stunde Pause aushandeln sollen. So startete Lars die zweite Partie noch mit den Gedanken an die erste Partie und lief auch gleich ins Messer. 0 – 1. Dafür kam Jan Mika kurze Zeit später freudig mit einem Sieg aus dem Turnierraum. Henry war jetzt auch nicht mehr so nervös. Das korrekte Aufschreiben der Züge, wird wohl noch etwas Geduld brauchen, aber wie man eine Partie gewinnt und Matt setzt, funktioniert schon besser. Ebenso freudestrahlend eine Gewinnmeldung!
Damit haben wir trotz eines unbesetzten Brettes einen Mannschaftspunkt mitgenommen und das Tabellenende der Landesklasse Nord verlassen! Spieler und Trainer sind hoch zufrieden.
Ganz zu Ende ist unsere diesjährige Vereinsmeisterschaft zwar noch nicht, die ersten Plätze stehen aber schon fest: Fabian Wienhold gelang mit 5,5 Punkten aus 7 Spielen eine erfolgreiche Titelverteidigung, in diesem Jahr sogar gänzlich ungeschlagen! Ein Remis in der letzten Runde genügte, um die Verfolger Andreas Graetsch (4,5/7), der das Turnier ebenfalls ohne Niederlage beendete, und Jürgen Holdorf (4,5/7) der letzten Titelhoffnungen zu berauben.
Interessant war das Meisterturnier in diesem Jahr auch dadurch, weil die Stammbretter 3 bis 10 der ersten Mannschaft komplett am Start waren – und man so mal überprüfen konnte, ob wir die Mannschaft auch gut und richtig aufgestellt haben oder womöglich Spieler zu hoch oder niedrig eingeschätzt waren. Und siehe da: Der Turnierstand stimmt fast zu 100% mit der Meldereihenfolge überein! Also gute Arbeit in der Mannschaftssitzung vor Saisonbeginn 😀
Das Hauptturnier machte Friedrich Pape zur Chefsache und ist mit zur Zeit 100%-Ausbeute (5 aus 5) trotz einiger noch ausstehender Spiele nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen. Dahinter wird noch um die weiteren Platzierungen gekämpft, zur Zeit haben Jörg Meyerhoff (3,5/7) und Viktor Meller (3/6) die besten Chancen auf die Plätze 2 und 3.
Ganz interessant auch: Während es im Meisterturnier eine fast großmeisterliche Remisquote zu verzeichnen gibt (bisher 13 Spiele von 27 = 48%), gab man sich im Hauptturnier deutlich weniger friedfertig: Hier endete von 15 Spielen bisher nur ein einziges mit einem Unentschieden!
Alle Ergebnisse und Tabellen findet ihr wie immer auf der Turnierseite.
Den heutigen novembergrauen 2.Spieltag der BMM schlossen unsere beiden Mannschaften erfolgreich ab: Für beide gab es einen Sieg!
Die Erste trat in der BOL als klarer nomineller Favorit zum Auswärtsspiel beim Jorker SV an und wurde dieser Rolle mit einem deutlichen 6:2-Sieg auch gerecht. Klaus, Roman, Joshua, Julian und Hans-Jürgen gewannen, Jens-Uwe und Jürgen remisierten, lediglich Fabian musste eine Niederlage quittieren. In der Tabelle verbessern wir uns damit auf den 2.Platz.
Für die Zweite gab es die größte Aufregung bereits vor dem Spiel gegen die Gäste von Post-SV Uelzen III: Für das Jugendzentrum war kein Schlüssel aufzutreiben! Also kurzfristiger Umzug in den Luhetreff. Bretter aufgebaut, Spieler startbereit…doch plötzlich steht eine resolute Dame in der Tür und beschwert sich: Unser Raum war für Sonntag bereits für eine andere Gruppe gebucht! Mit Engelszungen gelang es unserem Non-Playing-Captain Sigi dennoch, die Dame von einem schachlichen „Notfall“ zu überzeugen und in einen anderen Raum zu komplimentieren.
Nun konnte es also endlich losgehen. Tymek musste jedoch kurzfristig auf den eigenen Nachwuchs aufpassen, freundlicherweise nahm sein Gegner das notgedrungene Remisangebot an – 0,5:0,5. An den übrigen Brettern wurde – wie in der Zweiten üblich – im Eilzug-Tempo gespielt und in Windeseile die Eröffnungszüge auf die Bretter gehauen. Dass das auch mal schief gehen kann, musste Jörg erfahren: Früh ging eine Figur verloren, und der Gegner hatte keine Mühe, diesen Vorteil ins Ziel zu bringen – 0,5:1,5. Am sechsten Brett hatte Jugendspieler Tristan seinen ersten Einsatz bei den Erwachsenen, gewann früh die Qualität, gab diese etwas unnötigerweise gegen einen Mehrbauern wieder zurück, ging dieses Bauern allerdings auch verlustig – und gewann dann das Bauernendspiel trotzdem: Wichtiger Punkt zum 1,5:1,5! Sein Zeitverbrauch für die gesamte Partie dürfte neuer Temporekord sein: 20 (!!) Minuten für 60 Züge – wie gut er wohl erst spielen würde, wenn er auch seine Bedenkzeit voll ausnützt…?!
Am vierten Brett sah es bei Heinz mit einem Mehrbauern gar nicht so schlecht aus, leider brachte der Gegner zwei verbundene Freibauern ins Rollen und einen davon auch zur Dame durch – 1,5:2,5. Adrian kam aus der Eröffnung mit einem Minusbauern in die Partie, gewann dann jedoch durch eine Läuferfessel die Qualität und setzte diesen Vorteil souverän zum Sieg um – 2,5:2,5!
Sova-Reimers: Gleich krachts im weißen Gebälk
In der letzten laufenden Partie am ersten Brett hatte der Netzwart dem Gegner früh die Rochade vermasselt, wodurch der König in der Brettmitte verblieb und den eigenen Figuren ziemlich im Weg stand. Das reichte, um nach und nach drei Mehrbauern einzusammeln und diese zum Partie- und Mannschaftssieg zu verwerten – 3,5:2,5! Ein ebenso erfreuliches wie überraschendes Ergebnis, weil wir an fast jedem Brett nominell unterlegen waren. In der Tabelle der BKO verbessern wir uns damit auf Rang 3.
Weiter geht es bereits in zwei Wochen, für die Erste mit einem Heimspiel gegen Wesel Eins, für die Zweite mit einem Auswärtsspiel bei Wesel Zwo.