Tschüß Verbandsliga

Am sonnigen letzten Spieltag der Verbandsliga Nord traf die Erste heute zuhause auf den neuen Meister der Staffel, die SF LHW, übrigens eine Spielgemeinschaft der Vereine SF Lilienthal, TV Eiche Horn und MTV Wilstedt. Ein Sieg war dabei Pflicht, um die kleinen Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren. Unsere leise Hoffnung, dass die Gäste die lange Auswärtsfahrt aufgrund ihres bereits feststehenden Aufstiegs nur mit einer B- oder C-Mannschaft antreten würden, erfüllte sich leider nicht: Sportlich fair gegenüber unseren Abstiegskonkurrenten boten die Lilienthaler nahezu ihre Bestbesetzung inklusive 2 FIDE-Meistern auf und ließen damit unsere Aussichten auf ein bis zwei Mannschaftspunkte schon gleich zum Anpfiff auf ein Minimum schwinden, schließlich waren die Gäste nun an fast jedem Brett nominell um 200-400 DWZ-Punkte stärker besetzt.

Und tätsächlich gestaltete sich der Spielverlauf entsprechend einseitig und ließ den Gästesieg nie in Gefahr geraten. Niederlagen von Albert, dem Berichterstatter, Jens-Uwe und Andreas wechselten sich schön regelmäßig mit Remisen von Julian, Joshua, Hans-Jürgen und Roman ab, was den Rückstand immer größer werden ließ, sich schließlich zur höchsten Saisonniederlage von 2:6 summierte und uns am letzten Spieltag – erstmals in dieser Saison – sogar noch auf den letzten Tabellenplatz abrutschen ließ.

Somit heißt es für uns nun nach nur einem Jahr bereits wieder „Tschüß Verbandsliga“. Nur ein einziger erreichter Mannschaftspunkt gegen die Teams auf den Plätzen 5 bis 9 ist halt nun mal zu wenig für den Klassenerhalt. Nunja, wenigstens gehen die Auswärtsfahrten nun nächste Saison wieder nach Buchholz, Buxtehude oder Wesel statt nach Bremerhaven oder Cadenberge – und ein bisschen öfter gewinnen werden wir wohl auch wieder…

Wenig Lust auf Auswärtsspiele außerhalb des eigenen Landkreises hat anscheinend auch die Zweite, die bereits zum zweiten Mal in dieser Saison ein Spiel kampflos abgesagt hat – und dadurch in der Bezirksklasse Ost nun ebenfalls auf dem letzten Platz angekommen ist.

Trainingsabend am 11.5.: Effektive Variantenberechnung

Hallo Schachfans,

wer kennt das nicht? Beim Grübeln über den nächsten Zug gehen die Gedanken wild durcheinander, eine Variante wird immer und immer wieder durchgerechnet, andere dagegen viel zu kurz, und letztlich spielt man kurzentschlossen dann doch einen ganz anderen Zug.

Wie man derartiges Gedankenchaos vermeiden und Varianten effektiv berechnen kann, möchte uns Bald-Neumitglied Dr. Klaus Kuhlmann an einem Trainingsabend am Donnerstag, den 11.5. näherbringen. Als Dauer sind 45-60 Minuten angepeilt. Bestimmt eine gut investierte Stunde in die eigene Spielstärke, ich hoffe daher auf zahlreiches Erscheinen!

Dr. Jan Kröger gewinnt Lisas Open 2023

Volle Hütte bei Lisas Open: Nachdem im letzten Jahr noch ein Negativrekord aufgestellt wurde, meldeten sich dieses Jahr mehr als doppelt soviele Spieler an und brachten den Marstall damit sogar fast bis an die Kapazitätsgrenze. Mit 41 Spielern war erfreulicherweise die höchste Teilnehmerzahl seit über zehn Jahren zu verzeichnen. Jetzt wäre natürlich noch interessant zu wissen, woran das wohl lag: Am früheren Termin im April statt im Mai/Juni? An der frühzeitigen Ausschreibung und mehr Werbung? Oder am darauffolgenden Feiertag am Montag zur Erholung? Es darf spekuliert werden…

Enttäuschend dafür wieder mal die Beteiligung aus unserem Verein. Während andere Spieler aus den äußersten Ecken des Bezirks wie Cuxhaven und Lachendorf anreisten, nahmen von uns gerade mal fünf Spieler an einer Bezirksmeisterschaft vor ihrer Haustür teil und damit z.B. genau so viel wie aus Buxtehude und Bad Bevensen, auch als Kiebitz ließ sich kaum jemand blicken. Das ist angesichts des hohen organisatorischen Aufwands, den unsere Turnierleiter Julian und Friedrich Jahr für Jahr betreiben, einfach zu wenig und kann eigentlich nur besser werden, denn gerade bei diesem Turnier sind so ziemlich für jede Spielstärke die passenden und gleich starken Gegner dabei…

Zum Turnierverlauf, in dem der Setzlisten-Erste seiner Favoritenrolle gerecht wurde: Dr. Jan Kröger (SF Buxtehude) musste von Beginn an nicht lange suchen, wo er antreten musste. Von der ersten bis zur letzten Partie spielte er am ersten Brett, blieb das gesamte Turnier als einziger Spieler ungeschlagen und sicherte sich mit einem Schlussrunden-Remis den Titel beim 35.Lisas Open. Punktgleich dahinter platzierte sich Andres Reyes-Mantilla vom Hamburger SK, der mit einer gewaltigen Serie von sieben Siegen in Folge zwar noch zum Führenden aufschloss, u.a. aufgrund der Niederlage im direkten Vergleich in der 4.Runde aber hauchdünn nach Buchholz-Punkten das Nachsehen hatte. Mit gebührendem Punkteabstand dahinter komplettiert Titelverteidiger Yunong Elias Lu (Hamburger SK) das Siegertreppchen, das sich auch monetär diesmal aufgrund der hohen Teilnehmerzahl durchaus gelohnt hat: 200 Euro für den Sieger und 150 bzw. 100 Euro für die Platzierten ist doch ein netter Wochenendlohn…

Hauchdünn verpasst hat diesen leider ein Winsener: Stephan Richter ging in der letzten Runde beim Mattsetzen die Zeit aus, mit vier Restsekunden auf der Uhr einigte er sich mit seinem Gegner deshalb auf Remis und schrammte damit letztlich um einen halben Buchholz-Punkt am Preisgeld vorbei. Schade, trösten darf er sich allerdings mit dem errungenen Vizetitel in der Bezirksmeisterschaft hinter Turnier- und BSSEM-Sieger Jan Kröger. Weitere Pokale gewannen Ralf Schöngart (SF Buxtehude) als Dritter der Bezirkswertung und Felix Gaetcke vom MTV Salzhausen als bester Jugendlicher.

Die wenigen übrigen Winsener kamen allesamt unter „ferner liefen“ und mehr oder weniger in der Nähe ihrer Setzlisten-Platzierung ins Ziel: Achim Reimers wurde 14., Julian Zeyn 25., Hans-Jürgen Mencke 27. und Friedrich Pape 33.

Danke allen Teilnehmern für ein interessantes und weitgehend streitfreies Turnier (angeregte Diskussionen über Regelfragen können ja auch mal ganz spannend sein) und hoffentlich „Auf Wiedersehen“ in 2024.

Die Abschlusstabelle, eine Übersicht über alle Preisträger (auch der beiden Ratinggruppen) und jede Menge Fotos findet ihr wie immer auf der Turnierseite im Archiv: Lisas Open 2023

Lisas Open 2023, Zwischenstand

20230429_174834

Die Spitzenbretter der 6.Runde: Vorn Kröger-Joppien, dahinter Lu-Richter und Schöngart-Oest

Nach der 6.Runde liegen drei Bezirksspieler bei Lisas Open 2023 ungeschlagen vorn, darunter erfreulicherweise auch ein Winsener! Hier ist der Zwischenstand von Samstagabend als PDF:
Lisas Open 2023, Zwischenstand Samstag

…und hier die voraussichtlichen Paarungen der 7.Runde (gilt natürlich nur, falls alle Teilnehmer dabei bleiben, daher ohne Gewähr!):
Lisas Open 2023, 7.Runde

Auf der Turnierseite ist außerdem bereits die Fotogalerie online: Lisas Open 2023

MM: Erste unterliegt Niederelbe, Zweite schlägt Lachendorf II

Am heutigen aprilwettrigen 8.Spieltag der Verbandsliga trat die Erste die lange Reise nach Cadenberge zum bisherigen Tabellen-Schlusslicht SG Niederelbe an. Die Niederelber hatten in dieser Saison oftmals mit Aufstellungs-Problemen zu kämpfen, liefen gegen uns aber (leider) nahezu in Bestbesetzung auf. Trotzdem Blitzstart für uns: Der Gegner von Fabian ließ sich von dessen Springereinschlag am Königsflügel dermaßen beeindrucken, dass er bereits nach fünfzehn Zügen (und womöglich ein bisschen zu früh?) aufgab – 1:0! Leider lief es nicht so weiter: Hans-Jürgen unterlag in einer ziemlich wilden Partie mit ungleicher Materialverteilung (Turm und Bauer gegen Läufer und Springer), Jürgens Serie von 17 Mannschaftskämpfen in Folge ohne eigene Niederlage (+7 =10 -0) riss heute ab, und Andreas wurde in beidseitiger höchster Zeitnot matt gesetzt – 1:3!

Nach sicherem Remis von Roman verkürzte Jens-Uwe nach Qualitäts- und baldigem Partiegewinn zwar noch einmal auf 2,5:3,5, viel Hoffnung machten die Stellungen in den beiden letzten Partien allerdings nicht mehr. Und tatsächlich hielt der Berichterstatter in (wieder mal) gedrückter Stellung mit eigenem grottenschlechten Läufer dem langen Kneten und Lavieren seines Gegners mit dessen bärenstarkem Springer letztlich nicht mehr stand – 2,5:4,5. Nach fast sechs Stunden Spielzeit rettete schließlich Julian trotz zeitweiligem Minusbauern immerhin noch ein Remis im Damenendspiel – Endstand 3:5.

Wie wichtig dieser halbe Brettpunkt in der Endabrechnung noch werden könnte, lässt sich links an der Tabelle ablesen: Aktuell hält er uns jedenfalls noch über der roten Abstiegslinie..

Nun gilt es in zwei Wochen im letzten Saisonspiel gegen den bereits feststehenden Meister Lilienthal zu punkten und auf Mithilfe der Schachfreunde aus Lüneburg und Dannenberg bei deren Spielen gegen Leherheide bzw. Niederelbe zu hoffen – und zudem auch noch darauf, dass nicht zwei Bremer Mannschaften aus der Landesliga absteigen, dann würde es bei uns nämlich drei Absteiger geben.

Besser machte es heute die Zweite. Gegen FC Lachendorf II gelang der zweite Saisonsieg! Mannschaftsführer Sigi berichtet von diesem wie folgt, wie immer danke dafür: Im Vorfeld wurde mit den Lachendorfern über den Ausgang des Spiels ein wenig spekuliert und heraus kam , das ein Remis doch für beide Seiten zufriedenstellend wäre.

Zu Anfang sah es tatsächlich danach aus. Aber der Reihe nach. An Brett 5 spielte der Berichterstatter und einigte sich in einer undurchsichtigen Stellung auf Remis. Weiter ging es an Brett 1 mit Tymek und schnell war das zweite Remis erfolgt. Völlig unspektakulär 1:1. An Brett 2 mit Albert spielte sich das Gleich ab. Spielstand 1,5:1,5.

An Brette 4 mit Jörg sah es bald nicht anders aus. Es wurden Remis Angebote in inflationärer weise hin und her geboten. Man Konnte sich letztendlich jedoch nicht darauf einigen. Jörg spielte souverän den Sieg nach hause – 2,5:1,5. Heinz spielte an Brett 3 eine scharfe und doch ausgeglichene Partie. Mußte sich letztendlich aber doch geschlagen geben – 2,5:2,5.

Nun kam es auf Viktor an, daß der Sieg in Winsen bleibt. Er spielte seine Partie souverän mit einem am ende nie gefährdeten Sieg zu ende und sicherte uns letztlich den zweiten Mannschaftssieg. Es war Viktors erster Erfolg. Herzlichen Glückwunsch!