Blitzen in Sülze

Mit gleich zwei Mannschaften machten wir uns heute – eigentlich ohne große Ambitionen – nach Bergen-Sülze auf, um an der diesjährigen Bezirks-Blitz-Mannschaftsmeisterschaft (BBMM) teilzunehmen, verpassten dann aber letztlich nur um Haaresbreite den Meistertitel und damit auch die seltene Chance auf das „Double“ aus BMM und BBMM!

Die Erste in der Aufstellung Stephan Richter, Jens-Uwe Riek, Andreas Graetsch und Achim Reimers spielte das ganze Turnier über – natürlich auch und vor allem wegen der völligen Abwesenheit vieler höherklassiger Teams wie Uelzen, Lüneburg oder Stade – oben mit, kam aber in den letzten Runden mit 2:2-Unentschieden ausgerechnet gegen die beiden Tabellenschlusslichter (eins davon die eigene Zweite…) noch ins Straucheln und musste darum den SV Bad Bevensen noch an sich vorbeiziehen lassen. Schade, nur ein halbes Pünktchen mehr in nur irgendeinem der fünf nicht gewonnenen Kämpfe und es hätte gereicht. Dennoch ist der 2.Platz und die damit verbundene Qualifikation für das Landesfinale natürlich das beste Ergebnis seit langer Zeit (2009, damals ebenfalls Vizemeister).

Soviel „Fairplay“, dass einem Verein die eigene zweite Mannschaft in der vorletzten Runde die Meisterschaft zerschießt, haben wir in Winsen an der Luhe dafür wahrscheinlich weltexklusiv… Außer diesem „Erfolg“ lief es für die Zweite in der Aufstellung Jürgen Holdorf, Fabian Wienhold, Joshua Skobjin und Sigi Brodkorb eher so mittel – immerhin wurde aber das selbstgesteckte Minimalziel „Nicht Letzter werden“ erreicht. Turnierhighlight war zudem sicherlich das Mattsetzen von Fabian mit Springer & Läufer gegen den blanken König mit nur einer Minute Restzeit – das würden wohl manche Titelträger nicht mal hinkriegen…

Die Punktausbeute im Einzelnen:

NameBRETTPUNKTETURNIERLEISTUNG
Stephan Richter18,5 / 141966
Jürgen Holdorf16,0 / 141838
Jens-Uwe Riek29,5 / 141866
Fabian Wienhold27,0 / 141762
Andreas Graetsch39,5 / 141780
Joshua Skobjin32,5 / 141374
Achim Reimers49,5 / 121761
Sigi Brodkorb42,5 / 121318

Zu sämtlichen Ergebnissen auf der Bezirksseite geht es hier. Auch um einige Fotos zu schießen war Zeit: Klick zum Vergrößern.

Verbandsliga, wir kommen!

Die große Überraschung ist tatsächlich geglückt: In der heutigen letzten Runde der Mannschaftsmeisterschaft gelang der Ersten in der BOL im alles entscheidenden „Endspiel“ beim Tabellenführer MTV Dannenberg ein 5,5:2,5-Sieg und damit nicht nur die Meisterschaft in der höchsten Spielklasse des Bezirks, sondern auch der Aufstieg in die Verbandsliga! Zur Feier des Tages darum auch ein ausführlicherer Bericht als üblich.

BOL-Abschlusstabelle 2021/22, zum Ausschneiden und Einrahmen

Aber der Reihe nach. Der Tag begann frühmorgens mit einer schlechten Nachricht: Mannschaftsführer Julian musste krankheitsbedingt absagen. In so einem wichtigen Spiel nur mit sieben Leuten antreten? Nein, weil sowohl Heinz als auch Stephan von der Absage erfuhren und sich ganz kurzfristig als Ersatzspieler zur Verfügung stellten. Vielen Dank an beide für soviel Einsatz und Mannschaftsgeist, so machen Mannschaftskämpfe gleich doppelt so viel Spaß! Letztlich ging Heinz mit auf die lange Fahrt nach Dannenberg, während Stephan von zuhause aus die Daumen drückte.

Im schmucken MTV-Vereinsheim angekommen, erst mal einen Blick auf die Aufstellung der Gastgeber werfen: Würden diese mit ihren Top 8-Spielern antreten? Nein, die Dannenberger verzichteten auf den Einsatz von zwei ihrer stärksten drei Spieler. Trotzdem gingen wir immer noch -an sieben von acht Brettern DWZ-mäßig unterlegen- als klarer Außenseiter ins Spiel. Und erwischten auch noch einen klassischen Fehlstart: Heinz übersah einen dann undeckbaren Mattangriff seines Gegners mit Dame und Läufer auf der langen Diagonalen – 0:1 nach nur knapp einer Stunde Spielzeit und an den weiteren Brettern auch anderthalb Stunden später kaum irgendwo ein Vorteil zu erspähen. Wars das schon mit dem Meistertitel?

Andreas remisierte in leicht gedrückter Stellung und beginnender Zeitnot zum 0,5:1,5. Dann ein erster Lichtblick: Dem Gegner von Jürgen unterlief ein Figureneinsteller. Der Ausgleich zum 1,5:1,5, und siehe da, auf einmal kippten auch die Positionen in fast allen anderen Partien zu unseren Gunsten, je näher die Zeitkontrolle rückte.

Am meisten beeindruckt hat mich heute wieder mal Fabian mit der heute für die Kiebitze wohl interessantesten Partie mit zeitweise wilden Stellungen und Königen im freien Feld. Er gewann erst die Qualität, dazu noch nach und nach einige Bauern und spielte die Partie insgesamt wie gewohnt fehlerfrei und mit einer Coolness und Präzision, als sei dies nicht seine erste, sondern fünfzigste Saison in der ersten Mannschaft. Hut ab und danke für die wichtige 2,5:1,5-Führung! Mit diesem Sieg schraubte er übrigens seine Saisonbilanz auf 6 Punkte aus 7 Partien und ist damit in seiner Premierensaison auch gleich der erfolgreichste Spieler der Ersten.

In der Partie von Friedrich war nach beidseitigem Stonewall eine komplett verschachtelte Stellung entstanden, in der sein Gegner Friedrichs Festung mit einem schönen Durchbruchsopfer knackte: Ausgleich zum 2,5:2,5. Trotzdem sah nach überstandener Zeitkontrolle nun plötzlich alles sehr gut für uns aus: Am achten Brett hatte Joshua zwei verbundene Freibauern ins Rollen gebracht, Jens-Uwe hatte am Spitzenbrett die Qualität gewonnen und auch ich selbst war aus meiner recht gedrückten Stellung zu meinem eigenen Erstaunen irgendwie in einem Springerendspiel mit solidem Mehrbauern gelandet. Da müssten doch insgesamt zwei Punkte rausspringen?! Und tatsächlich: Joshua holte sich eine zweite Dame und setzte Matt zum 3,5:2,5, Jens-Uwe verwertete seinen Vorteil zum 4,5:2,5, und ich war heilfroh, dass es auf meine überschaubaren Endspielkünste nicht mehr ankam und gewann trotzdem kurz danach auch noch. Die „Hitzeschlacht von Dannenberg“ bei einer Außen- und Innentemperatur von 30 Grad (gabs überhaupt schon mal Mannschaftskämpfe im Juli?) war zu unseren Gunsten entschieden!

Wir freuen uns damit sehr über die in letzter Minute errungene Meisterschaft und den ersten Aufstieg in die Verbandsliga seit genau zehn Jahren. Bremen, wir kommen… 🙂

Glatter Sieg gegen Sottrum – nun „Endspiel“ gegen Dannenberg

Erneut wenig Mühe hatte die Erste in ihrem heutigen Mannschaftskampf in der BOL. Gegen das Tabellenschlusslicht SC Sottrum, das noch dazu nur mit sieben Spielern antrat, gelangen zwischen dem Auftaktremis von Jens-Uwe am Spitzenbrett und der abschließenden Niederlage des Berichterstatters Hans-Jürgen, Fabian, Jürgen, Joshua und Julian fünf Partiesiege am Stück zum hohen Endstand von 6,5:1,5.

Am letzten Spieltag in zwei Wochen kommt es daher nun in Dannenberg zwischen den Gastgebern und uns zu einem echten Endspiel um die Meisterschaft und den Aufstieg in die Verbandsliga (wie übrigens vom Ligaorakel schon zu Saisonbeginn richtig vorhergesagt). Den Dannenbergern genügt dabei allerdings ein 4:4, während wir einen Sieg benötigen, um ihnen auf den letzten Metern noch die Tabellenführung abzuluchsen.

Die Zweite war heute schon wieder spielfrei – mal sehen, ob in zwei Wochen gegen Verden mal ein ausgespielter Mannschaftskampf zustande kommt…

Mitmachmeile 2022

Hallo liebe Schachfreunde,

hier ein kurzer Bericht vom Stadtfest und der Mitmachmeile am Sa. 28.05.22.

Auf dem Stadtfest war mal wieder einiges los. Fünf Helfer(innen) waren gut beschäftigt. Pünktlich um 10:45 Uhr konnten wir unseren Pavillon aufbauen. Lisa und ich hatten den Pavillon, Tisch, Stühle und Spielmaterial in Rekordzeit aufgebaut. Danke an Lisa für die Unterstützung unseres Vereins.

Als dann Jörg und Fabian um 11:00 Uhr eintrafen, war schon alles erledigt. Wir hätten auch um 11:30 Uhr mit dem Aufbau anfangen können. So war es aber trotzdem besser. Pünktlich ab 11:15 Uhr suchte uns das erste Regenschauer heim. Da saßen wir aber schon unterm Dach.

Nur die Fußbodenheizung und einen weiteren Pullover hatte ich vergessen einzupacken. Es war leider den ganzen Tag etwas zu kalt und nass. Jasper kam um 11:30 Uhr noch als Helfer dazu und so konnten wir uns ab 12:00 Uhr an den drei Brettern etwas abwechseln. Wir hatten wieder zwei Bretter mit einfachen Schachaufgaben und ein voll bestücktes Brett aufgebaut.

Die kleine und großen Besucher schien das Wetter aber nicht zu stören. Pünktlich ab dem Start war unser Stand gut besucht (Für das nächste Stadtfest müssen wir unbedingt Flyer mit unseren Trainingszeiten drucken). Die jüngsten Besucher waren erst vier Jahre alt, die ältesten wohl schon im Rentenalter. Spaß hatten alle. Wir haben wieder fleißig Laufkarten abgestempelt.

Ganz besonderen Dank an Fabian, der mit mir bis zum Schluss ausgehalten hat. Um 17:30 Uhr war der Stand mit allen Utensilien in meinem Auto verstaut. Als ich um 18:30 Uhr alles wieder im Keller verstaut hatte, blieben mir noch 20 Minuten, dann war ich auf dem Sofa eingeschlafen. Es war anstrengend, aber schön.

Viele liebe Grüße aus Ashausen
Friedrich