Schwarzer Sonntag in der BMM

schachmannschaftZiemlich unschön verlief dieser sonnige Herbstsonntag für unsere drei Mannschaften in der BMM: Es setzte für alle drei derbe Niederlagen. Die Erste kam gegen den haushohen Staffelfavoriten SCT Lüneburg in der BOL richtig unter die Räder und verlor mit 1,5:6,5. Einzig Marvin, Heinz und der Webmaster erreichten ein Remis. Aus der Abteilung „Unnötige Statistiken“: Für die Erste ist dies die höchste Niederlage in einem Mannschaftskampf seit fast sechs Jahren (damals ebenfalls 1,5:6,5 in Dannenberg). Immerhin konnten wir damit gerade noch eine neue Rekord-Niederlage für dieses Jahrtausend vermeiden 😀

Für die Zweite hat sich die lange Fahrt nach Cadenberge auch nicht gelohnt. Dort ging es heute in der Bezirksklasse ebenfalls gegen den Staffelfavoriten, nämlich SG Niederelbe II, und auch dort gab es mit einem 0,5:5,5 eine heftige Abfuhr. Den halben Punkt für uns holte Ulrich.

Und selbst die Dritte hat verloren. Gegen SCT Lüneburg IV traten wir in der Kreisklasse zwar als nomineller Favorit an, hat aber trotzdem nichts genützt: 1,5:2,5 lautet hier der Endstand. Der Held des Tages ist Jörg, er gewann heute nämlich als einziger Winsener aller drei Mannschaften seine Partie. Albert remisierte.

Alle versumpft?

Aus aktuellem Anlass ein Bericht von Lisa aus dem Jahr 2013 zu einem damaligen Mannschaftskampf:

„Alles begann damit, daß ich um 09.15 am Spiellokal eintraf und schon mal die Türen und Schränke öffnete. Um halb zehn wollte Siegfried da sein, aber er kam nicht. Hatte er verschlafen oder war er gar versumpft? Leider hatte ich kein Handy dabei. So mußte ich auf die anderen Spieler warten, die meistens so gegen viertel vor zehn einzutreffen pflegten. Ich baute also zwischenzeitlich beim Warten schon mal die Tische um und holte die gepolsterten Stühle. Noch kein Mitspieler da, also den Kaffee aufsetzen und Kannen, Tassen und Milch bereit stellen. Auch die Getränkekisten aufstellen.

Langsam verzweifelte ich. Es mußte doch schon bald zehn sein. Also erst mal Frust rauslassen: Müssen die Vereinskameraden der einzigen und ältesten Spielerin die ganze Arbeit überlassen und sich dann an den gemachten Tisch setzen? Männer!!!! Und Siegfried, wo bleibt der? Verdammte Kacke! Inzwischen hatte ich auch Bretter, Figuren, Uhren und Notationszettel aufgebaut und verteilt. Alles war fertig. Ich überlegte und fluchte. Es war doch der 27.10. und damit der erste Spieltag. Ich sah im Mannschaftsheft nach, wir hatten ein Heimspiel. Hoffentlich waren die anderen nicht trotzdem nach Bleckede gefahren.

Im Auto hatte ich ja eine Uhr, also mal nachsehen. Es war 10:11 Uhr! Plötzlich schrillten die Alarmglocken. Sollte etwa…? In dem Moment fuhr ein Auto vor und der Hausmeister des JUZ stieg aus. Ich fragte: „Ist heute nacht die Zeit umgestellt worden?“ Er drehte sich um und fragte ins Auto rein: „Ist heute nacht die Zeit umgestellt worden?“ Sein Kollege am Lenkrad antwortete ihm und er sagte: „Nein, aber gestern abend!“ – Alles klar. Kurz darauf traf Siggi ein und anschließend auch die Winsener und Bleckeder Spieler. Alle freuten sich, wie schön schon alles aufgebaut war…“

Damit euch am nächsten Sonntag (zufällig wieder der 27.10.) bei den Mannschaftskämpfen nichts Ähnliches passiert: Bitte an die Zeitumstellung denken 😀

Taktik Nr. 9

Nix zu schreiben -> Zeit für Taktik. Die Auflösungen vom letzten Mal:

wilmen

 

Die profane Antwort auf die Frage, ob sich Schwarz hier noch Hoffnungen auf Patt machen darf, heißt natürlich „NEIN“. Ganz hübsch ist hier, dass Weiß auf JEDEN beliebigen Zug von Schwarz mit 1.Lf6 gewinnt, und zwar spätestens zweizügig.

 

 

wilhal

 

In dieser Stellung gibt es für Schwarz nach 1.Th1+ Kg8 2.Dh5 (oder umgekehrt) keine Rettung vor dem Matt mehr. Kurios, dass ausgerechnet unser Kombinationskünstler Heinz dies übersah und die Partie später sogar noch verloren ging.

 

 

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Einen Heinz in Normalform bekam dafür sein Stader Gegner in der letzten Saison zu spüren (Partie Willbrecht-Stephan, MK Winsen-Stade II, BOL 2018/19). Der letzte weiße Zug lautete 12.Sf3-e5. Hat Weiß damit etwa den Bauern d4 eingestellt…? Schwarz konnte jedenfalls nicht widerstehen und schnappte gierig mit 12…Db6xd4 zu. Warum bereut er dies vermutlich heute noch?

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Start der BMM: Zwei Siege und ein Remis

cropped-schachmannschaftGuter Saisonauftakt für unsere Mannschaften in der BMM: Es gelangen zwei Siege und ein Unentschieden. Die Erste musste zum Auswärtsspiel in Stade antreten. An Brett 1 hatte Jens-Uwe noch was vor und es darum besonders eilig – 1:0. Peter büßte in gedrückter Stellung eine Figur ein – 1:1. Heinz gewann zunächst die Qualität und bald darauf auch die Partie – 2:1. Jürgen unterlief in ausgeglichener Stellung ein Einsteller – 2:2. Der Berichterstatter war heute mal in Angriffslaune und wurde dafür belohnt – 3:2. Hans-Jürgen brachte einen Freibauern durch – 4:2. Andreas G. gewann ein seltenes Endspiel mit 2L+B gegen L+2B – 5:2. Im Bauernendspiel von Julian ließen am Schluss wohl beide Spieler den Gewinn aus – 5,5:2,5.

Die Zweite spielte 3:3 gegen Breloh II. Tymek gewann kampflos, Bernd, Albert, Fabian und Noah spielten Remis. Manuel verlor, ihm wurde aber gemeinerweise in seiner ersten Turnierpartie im Erwachsenenbereich auch gleich der Bezirksvorsitzende vorgesetzt.

Die Dritte – unsere „Alten Herren“ 😉 – siegte 2,5:1,5 gegen Lüneschach II. Friedrich und Andreas H. gewannen, Günter remisierte. Für Sigi am Spitzenbrett hieß es diesmal „leider kein Gewinn“.

Saisonvorschau Erste

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Die BOL sieht das LigaOrakel in der neuen Saison ziemlich eindeutig dreigeteilt: Haushoher Favorit ist Absteiger Lüneburg, vor wenigen Jahren sogar noch Oberligist. Es dürfte den Lüneburgern sehr schwer fallen, in dieser Staffel nicht Meister zu werden – es sei denn, die Mehrheit ihrer Bretter 1-8 steht wieder nur zur Zierde auf der Meldeliste. Dahinter spielen wohl Tostedt II, Bad Bevensen, Breloh und wir um die Plätze 2-5, also die Goldene Ananas – immerhin hat diese in der Vorsaison aber Rotenburg zum Aufstieg als Nachrücker verholfen. Die übrigen fünf Teams werden wohl gegen den Abstieg kämpfen und liegen dabei so dicht zusammen, dass dies bis zum Schluss ein sehr spannendes Rennen werden könnte.

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Absteiger aus der BOL: höchstwahrscheinlich zwei

Eigentlicher Zweck des Orakels ist es ja, jederzeit einen schnellen Überblick über die wahrscheinliche Zahl der Absteiger zu haben. Im letzten Jahr wusste es bereits zum Saisonstart, dass es aus der Verbandsliga zu 99% nur einen Absteiger geben würde. Ganz ähnlich sieht es in diesem Jahr aus, die Wahrscheinlichkeit hat sich aber auf „nur“ 94% verringert. Weil dieser Absteiger aber vermutlich Rotenburg sein wird, heißt das für den Bezirk, dass es auch in dieser Saison höchstwahrscheinlich beim Regelabstieg mit zwei Absteigern aus der BOL bleibt.

So, nun aber genug orakelt, entscheidend ist immer noch aufm Brett 😛